Anklage gegen "Maskenmann" steht offenbar bevor
Anklage gegen "Maskenmann" steht offenbar bevor Die Staatsanwaltschaft Stade will einem Bericht zufolge in den kommenden Tagen Anklage gegen den als "Maskenmann" bekannt gewordenen mutmaßlichen Kindermörder Martin N. erheben. Der 40-jährige Lehramtsanwärter und Betreuer aus Hamburg muss sich nach Informationen des "Spiegel" wegen einer Mordserie an drei Kindern seit 1992 verantworten. Belastet werde Martin N. vor allem durch sein Mordgeständnis, das dem Magazin nach eigenen Angaben vorliegt.
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Der fast 20 Jahre nach seiner ersten Tat im April gefasste Verdächtige habe gegenüber den Ermittlern detaillierte Angaben zu seinen pädophilen Taten gemacht, berichtete das Magazin. Den 13-jährigen Internatsschüler Stefan J. etwa habe er entführt, weil er ihn "süß" fand, sagte der Verdächtige demnach. Als ihm klar geworden sei, dass der Junge vermutlich das Kennzeichen seines Autos gesehen hatte, habe er ihn umgebracht und "verbuddelt".
Auch sein zweites Opfer, Dennis R., hatte der Verdächtige offenbar nicht sofort getötet. Tagelang habe er mit ihm wie Vater und Sohn in einem Ferienhaus in Dänemark gelebt, berichtete N. den Ermittlern. Einen dritten Jungen, Dennis K., will der Pädagoge nach eigenen Angaben bereits im Schullandheim Wulsbüttel umgebracht haben, von wo er ihn eigentlich zunächst entführen wollte. Der Junge habe aber angefangen zu schreien.
Die Mordmerkmale sind laut Staatsanwaltschaft Heimtücke, niedrige Beweggründe und Verdeckung einer anderen Straftat, wie der "Spiegel" weiter berichtete. Martin N. habe in den Vernehmungen zahlreiche weitere Missbrauchstaten eingeräumt. Wenn ihm ein Kind gefallen habe, sei er einfach hinterhergegangen, um zu schauen, wo es wohne.
Martin N. war Mitte April nach jahrelangen Ermittlungen festgenommen worden und legte ein Geständnis ab. Nach Angaben der Ermittler gab er dabei zu, seit 1992 drei Jungen im Alter von acht bis 13 Jahren getötet zu haben. Den Namen "Maskenmann" gaben Medien dem Gesuchten nach Veröffentlichung eines entsprechenden Phantombildes. Mehr...



