Fall Strauss-Kahn: Roher Sex im OECD-Büro?

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Tristane Banon hat Anzeige gegen Strauss-Kahn erstattet. Unterhielt dieser auch eine Affäre mit Banons Mutter? (Fotos: dapd/Reuters)
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Ein weiterer Ehebruch und ungeschminkte Aussagen über sein Triebverhalten: In den Justizkrimi um angebliche Sexualverbrechen des zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn kommt mal wieder Bewegung. Die Mutter des mutmaßlichen Pariser Opfers Tristane Banon (32), das vor kurzem Anzeige gegen den 62-Jährigen erstattet hat, gestand Ermittlern jetzt eine Sex-Affäre mit dem einst mächtigen französischen Politiker.

Erst ein Abenteuer mit dieser Frau und dann womöglich die versuchte Vergewaltigung von deren Tochter - für den in Frankreich kurz "DSK" genannten Dominique Strauss-Kahn sind die Enthüllungen ein herber Rückschlag. Tristanes Mutter Anne Mansouret riet ihrer Tochter nämlich nach der mutmaßlichen Tat im Februar 2003 von einer Anzeige ab und verlor öffentlich nie ein Wort über ihre eigene Affäre. Nun sagt sie doch aus und beschreibt ihren sozialistischen Parteifreund als Sexbesessenen, der seine Triebe nicht kontrollieren kann.

Obszönität eines brutalen Soldaten
Die Aussage der 65-Jährigen dürfte auch in den USA für Interesse sorgen. Dort ist der Ex-IWF-Chef bereits seit Mai wegen versuchter Vergewaltigung eines Zimmermädchens angeklagt. Wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Hauptbelastungszeugin mussten ihre Anwälte zuletzt aber eine Einstellung des Verfahrens fürchten - trotz sichergestellter Spermaspuren. Strauss-Kahn bestreitet jegliche Aggression gegen die Einwanderin aus Afrika. Der jungen Pariser Autorin Banon wirft er sogar vor, die Vorwürfe erfunden zu haben. Seine Anwälte haben eine Anzeige wegen Verleumdung eingereicht.

Die neuen Aussagen von Anne Mansouret haben es allerdings in sich. Zu dem einmaligen sexuellen Abenteuer mit Strauss-Kahn soll es vor etwa einem Jahrzehnt in dessen damaligem Büro bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gekommen sein. Der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich gewesen, aber brutal, berichtet das Nachrichtenmagazin "L'Express" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf die Aussage Mansourets. Strauss-Kahn habe sich wie ein Raubtier aufgeführt, das sich nehme, was es wolle. Er habe die Obszönität eines brutalen Soldaten an den Tag gelegt.
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