Waffennarr erschießt sich bei Hausdurchsuchung

Während der Wohnungsdurchsuchung bei einem Waffennarr in Friedrichsfehn wurde die Bundesstraße 401 gesperrt (Foto: dapd)

Ein Waffensammler aus Friedrichfehn im niedersächsischen Landkreis Ammerland hat sich während einer polizeilichen Durchsuchungsaktion in seiner Wohnung erschossen. Der 22-Jährige wurde verdächtigt, im Internet illegal Waffen oder Waffenteile erworben zu haben, teilte die Polizei mit. In der Wohnung fanden die Ermittler zahlreiche Schusswaffen, große Mengen Munition und Schwarzpulver.
Die Beamten wollten am Morgen einen von der Staatsanwaltschaft Oldenburg erwirkten Durchsuchungsbeschluss wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz durchsetzen. Als es an seiner Tür klingelte, öffnete der Mann nach Polizeiangaben die Tür einen Spaltbreit. Als sich die Ermittler als Polizisten auswiesen, lief er in ein Zimmer und schloss sich darin ein.
Die Versuche der Beamten, den Mann davon zu überzeugen, die Tür zu öffnen, waren vergeblich. Ohne Vorankündigung erschoss sich der 22-Jährige mit einem Gewehr.
Angrenzende Wohnhäuser evakuiert
Aufgrund des Vorfalls wurden umliegende Straßen sowie ein naher Kanal für den Auto- beziehungsweise Schiffsverkehr gesperrt. Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe wurden vorsorglich evakuiert, da zunächst unklar war, ob explosive Stoffe in der Wohnung des Mannes lagerten.
